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Funkä-Blog: Alles hat seine Zeit

Keine Lust zum Lesen? Kein Problem – dann hör dir den Funkä-Blog an:


 

Ich hätte gerne im Juli Geburtstag. Dann sind Sommerferien und die Geburtstagsfeier kann bis spätabends draussen stattfinden. So ein Abend am Feuer ausklingen zu lassen klingt wunderbar.

Stattdessen habe ich im November Geburtstag. Was hat dieser Monat vorzuweisen? Kurze Tage, dicker Nebel, kahle Bäume, Kälte und wenn es schneit, dann in Form von Matsch, der bestimmt nicht liegen bleibt. Die Gedanken haben den Sommer längst vergessen, eine schwere Stimmung schleicht sich ins Gemüt.

Ich hätte jetzt gerne viel Schnee, Sonne oder wenigstens schon Weihnachten. Wozu ist dieser Monat gut?

In der Bibel finden wir eine mögliche Antwort.

Im Prediger steht, dass alles seine Zeit hat:

Eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Ausreißen der Pflanzen, eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz, eine Zeit zum Steinewerfen und eine Zeit zum Steinesammeln, eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,

eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen, eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden, eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden. Prediger/ Kohelet 3,1-8 EU.

Es braucht ein Gleichgewicht zwischen all den Dingen und daher braucht es immer beides – Gutes wie auch Schlechtes. Wir können die schweren Gedanken mit dem Bewusstsein annehmen, dass nach den dunklen Tagen wieder hellere kommen. Und dass solche Gedanken wertvoll sind, um die hellen Tage wieder zu schätzen.

Anschliessend beschreibt der Autor, dass Gott allem schon im Voraus seine Zeit bestimmt hat. Und: „Dadurch wurde mir klar, dass es das Beste für den Menschen ist, sich zu freuen und das zu geniessen, was er hat. Denn es ist ein Geschenk Gottes, wenn jemand isst und trinkt und sich über die Früchte seiner Arbeit freuen kann.“ Prediger/ Kohelet 3,11-13 NLB.

Der November ist ein Monat, in dem ich mich an den frischen Äpfeln erfreuen kann und die Geburtstagsfeier mache ich ganz einfach mit guten Freunden in der heimeligen Stube bei einem Raclette. Ganz egal, was das Wetter draussen macht.

Adrian Bachmann, Funkä-Team